Stammtisch: „Imkerei in Äthiopien“

Äthiopischer Honig ist etwas ganz Besonderes! Nicht nur, dass er wegen der anderen Blumen und Blüten einfach anders schmeckt – und auch je nach Region ganz unterschiedlich. In Äthiopien wird auch viel zu wenig und leider teils auch in schlechter Qualität produziert. So lässt sich selbst mit Honig inklusive Wachs und Bienen noch ein guter Preis auf dem Markt erzielen. „Mar yellem“, ist die Standardantwort auf einen Kaufwunsch: „Honig ist aus.“ Dabei sind die Voraussetzungen bestens: Bienen und passende Vegetation gibt es ausreichend, die Bauern suchen neue Einnahmequellen und das Wissen, wie richtig produziert wird, ist bereits im Land. Vor allem Italiener und Deutsche engagieren sich für die Bienenkultur – so auch die nationale Entwicklungszusammenarbeits-Behörde GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit). Die Ausbildung von jungen Frauen zu „beekeeper“ wir im Rahmen dieser Projekte immer von engagierten Imker-Gruppen aus Deutschland unterstützt. Männern, wie dem Landwirt Uli Ernst aus Utting am Ammersee. Schon über 10 Mal war der 46-Jährige für Honig- und andere Agrarprojekte in Äthiopien unterwegs: von Axum im Norden bis Arba Minch im Süden. Am Donnerstag, 26. Juli, 19 Uhr wird Ernst beim Stammtisch des Partnerschaftsvereins mit Alem Katema in der Vaterstettener „Landlust“ (Baldhamer Straße 99) über seine Arbeit berichten: „Vom Ammersee an den Blauen Nil – zwölf Einsätze mit äthiopischen Bauern und Imkerinnen“. Der Eintritt ist frei. Bisher liegen die GIZ-Honigprojekte liegen in Bahir Dar, Sebeta, Nekempte, Wogru, Bule bei Dilla und Asella. Wer weiß, vielleicht kommt bald eines in Alem Katema und dem Landkreis Merhabete hinzu…